Category Archives: Aktionen

Aktionen von No Lager Osnabrück

You can’t evict solidarity – Soliparty 11.11. 22h, SubstAnZ

Solidarität mit den (migrantischen) Häuserkämpfen in Griechenland und überall!
cantevictsolidarity.noblogs.org

Soliparty 11.11. 22h, SubstAnZ, Frankenstr. 24a, 49082 Osnabrück

live music

dj*anes
feminist hip hop
deep house
cumbia
and more

info-table
soli-snacks and soli-schnapsbar

eintritt gegen spende

Stell dir vor du wachst in den frühen Morgenstunden auf – in einem Haus, das seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren von unterschiedlichsten Menschen mit Liebe, Anstrengung und Kreativität gestaltet wurde. Ein Ort, der es ermöglicht, sich auf der Basis von Solidarität, Selbstbestimmung und Selbstorganisation zu treffen, zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu leben.

Drei solcher Orte, die besonders mit und für Menschen auf der Flucht durch Hausbesetzungen in Thessaloniki geschaffen wurden: das Orfanotrofeio, Hurriya und Nikis- Squat, wurden am 27. Juli gewaltsam von der griechischen Polizei geräumt.

Alle drei Häuser galten als politische Vernetzungspunkte für den gemeinsamen Kampf gegen die Grenz- und Abschottungspolitik der EU und für ein besseres Leben. Vor allem aber waren sie Zuhause für viele Migrant*innen, Griech*innen und transnationale Aktivist*innen.

Am selben Tag wurde das Social Center for all der No Border Kitchen auf Lesbos und das inoffizielle Camp am Hafen von Piräus geräumt. Über 100 Menschen wurden festgenommen, über 70 wurden wegen „Hausfriedensbruch“ und „Beschädigung fremden Eigentums“ angeklagt und über 40 Stunden unter schlechten Bedingungen inhaftiert.
Proteste, Demos und symbolische Besetzungen in Thessaloniki gaben eine prompte Antwort auf diese staatliche Unterdrückungsversuche der Solidaritätsbewegung.
Von den knapp 100 Angeklagten sind schon einige Gerichtsprozesse gelaufen und es wurden Freund*innen zu hohen Geldstrafen bzw. auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafen verurteilt. Insgesamt stehen in den kommenden Monaten also ca. 30.000 € an Prozesskosten an. Damit wollen wir die Betroffenen nicht alleine lassen.

Wenn wir uns ein gutes Leben für alle wünschen, dann müssen wir zusammenstehen und solidarische Räume gemeinsam verteidigen. Also kämpfen wir gemeinsam für Freiheit, um Selbstbestimmung und für ein gutes Leben.
Also kommt zahlreich zur SoliParty, feiert, tanzt, trinkt SoliDrinks und unterstützt somit die Kampagne gegen die staatliche Unterdrückung von solidarischen Freiräumen!

Wir werden Freiräume erhalten und weiterhin schaffen, in denen Selbstorganisation, Hierarchiefreiheit und Solidarität bestand haben.
You can’t evict a movement – Our passion for freedom is stronger than your prisons

Für mehr Infos zur Kampagne:
cantevictsolidarity.noblogs.org

Vortrag: Der „Jungle von Calais“ als Lager im Ausnahmezustand – 04.10.16 18.15h

Migrants walk on June 17, 2015 towards the ferry port of Calais, northern France. Around 3,000 migrants built makeshift shelters in the so-called 'New Jungle' before trying to go to England. AFP PHOTO / PHILIPPE HUGUEN (Photo credit should read PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images)Der „Jungle von Calais“ als Lager im Ausnahmezustand – „because I am a human, I am not an animal in a cage!“
Vortrag von Anna Sophia Clemens
Am 04.10.16 um 18.15 Uhr in Raum 15/131 im EW-Gebäude (am Schloss) Universität Osnabrück

Schon 1943 bezeichnete Hannah Arendt „Flüchtlinge als die Avantgarde ihrer Völker“ und das beinhaltet bis heute nichts weniger als die Forderung, die Ordnung von „Staat, Nation, Territorium“ durch die Erscheinung des „Flüchtlings“ radikal in Frage zu stellen.

Im „Jungle von Calais“, wie er von seinen Bewohner_innen bezeichnet wird, in der Nordfranzösischen Hafenstadt Calais, leben ca. acht- bis zehntausend Migrant_innen aus aller Welt. Sie „versuchen“ es jede Nacht aufs Neue: die „illegale Einwanderung“ nach England. Nach europäischen Recht sind sie „Illegale“, also „kriminell“, denn sie wehren sich dagegen, in dem EU-Staat der ersten Einreise als Asylbewerber_innen registriert zu werden und unterwandern damit die Dublin-Gesetze. Durch die Kategorisierung in „Wirtschaftsflüchtlinge“, „Flüchtlinge“, „Illegale Einwanderer“ usw. werden sie ihrer politischen und sozialen Rechte beraubt und auf das nackte Menschsein reduziert. Dadurch verschiebt sich der Diskurs hin zu humanitärerer Hilfe: Regierungen konstruieren sich als „Sorgende“ und die Gesellschaft kann sich wohl fühlen, mit dem Gedanken, dass sich selbst um die Rechtlosen gekümmert werde. Menschen, die sich „der humanitären Doktrin einer Rettung der Menschen“ nicht unterwerfen, sich nicht retten lassen und sich stattdessen selbst organisieren, wie in Calais, dekonstruieren diese Doktrin. Nun wird davon gesprochen, dass der restliche Teil des „Jungles“ ebenfalls geräumt werden soll – wieder eine „Lösung“, die dazu dient, unter dem Deckmantel von humanitärer Intervention und im Dienste der „Sicherheit“ die gegebene Ordnung zu legitimieren: Staat, Nation, Territorium.

Im Mai dieses Jahres war ich zum zweiten Mal im „Jungle“ und habe Interviews mit der Ausgangsfrage geführt: „Was würdest du über den „Jungle“ erzählen, wenn Du darüber berichten würdest?“ Eingebettet werden sollen die Interviews in einen Theoretischen Rahmen, der das Postulat einer „Krise“ und den daraus resultierenden Ausnahmezustand als Legitimierung des „Lagers“ kritisch hinterfragt und in den europaweit geführten Diskurs um „Sicherheit“ einordnet. Dabei beziehe ich mich auf Theorien von Hannah Arendt, Michel Foucault, Giorgio Agamben, sowie Dimitris Papadopoulos und Vassilis Tsianos.
Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/1954620701431136/

Women in Exile Bustour in Osnabrück

English, arabic and somali version below.
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13873045_920831048026645_7282632098305297794_nWomen in Exile & Friends – Flüchtlingsfrauen werden laut!
Aktionstour quer durch Deutschland: 4. August in Osnabrück

Women in Exile ist eine Gruppe von geflüchteten Frauen* aus Berlin, die seit 2002 zusammenarbeiten um ihre Situationen in den Lagern an die Öffentlichkeit zu bringen. Sie suchen nach Alternativen und Lösungen von Problemen als Frauen* und als Asylsuchende.
Programm:
– 15.00 Uhr: Empowerment Workshop für geflüchtete Frauen* und Supporter*innen (finden parallel statt)
– Anschließend: Gemeinsames Abendessen mit Zeit zum Austausch
– Abend: Film über „Floßtour“ von Women in Exile, Musik
– Nebenbei: Kinderbetreuung, Spiele, Feuertonne
Die Bustour hat das Ziel Frauen* untereinander zu verbinden und ein starkes Netzwerk aufzubauen, um Probleme gemeinsam anzupacken! Herzliche eingeladen sind deshalb vor allem geflüchtete Frauen*, wir freuen uns aber auch über Kinder und alle anderen Interessierten!
Mehr Infos unter: https://www.women-in-exile.net/?p=3160
Es gibt einen barrierearmen Zugang zu den Veranstaltungsräumen sowie ein barrierefreies WC.
Kein Platz für Antisemitismus, Faschismus, Homophobie, Rassismus, Sexismus!
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Theater: L’esclavage moderne – 14. 07. 19h SubstAnZ

13015615_1538302036475020_214056974714532564_nEine Spoken Word Performane der Theatergruppe WIR SIND HIER aus Berlin Kreuzberg – eine durchmischte Gruppe von Menschen mit jeweils unterschiedlich legalem Aufenthaltsstatus.
Die Veranstaltung findet statt um 19 Uhr im Rahmen des Illusion of Progress Festivals im SubstAnZ Osnabrück.
Eintritt gegen Spende.
Kommt gerne schon ab 3 Uhr im SubstAnZ vorbei – wir veranstalten ein Picknick in guter Gesellschaft, mit Limo, schnacken und basteln im Innenhof.
Im Anschluss an das Theaterstück findet eine offene Jamsession statt – es sind ein paar Instrumente vorhanden (Gitarre, Keyboard, Schlagzeug, ein paar Trommeln..), aber bringt auch gerne eigene mit, wenn ihr Lust habt ein bisschen zusammen zu musizieren.

Wir freuen uns sehr auf den Tag mit euch!

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A spoken word performance by the theatre group WIR SIND HIER from Berlin Kreuzberg – a mixed group of people with different legal status.
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Vortrag: Flucht und Ankunft – 08.02. 19 Uhr – Uni Schloss

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Universität Osnabrück
Erweiterungsgebäude am Schlossgarten
Raum 15/E10 im Erdgeschoss
Adresse: Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Montag, 08.02. 19 Uhr

Aktuell prägen die Flucht und Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland die Medien und private Gespräche. Die Meinungen hierzu, teilweise geprägt durch Fehlinformationen, Vorurteilen und Ressentiments, gehen dabei weit auseinander und spiegeln die Spannungen innerhalb der Gesellschaft wieder.
Vielfach sind die Gründe, die Menschen bewegen die Strapazen einer Flucht auf sich zu nehmen nicht bekannt, ebenso wenig ihre Fluchtwege.
Im Rahmen des Vortrages sollen eben diese Themen aufgegriffen und mit Berichten, Interviews und Karten verständlicher gemacht werden.
Leider werden aktuell Rassismus, Vorurteile und Gewalt innerhalb der Gesellschaft präsenter. Diese Entwicklung lässt sich auf ein Zusammenwirken zwischen gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Verhältnissen zurückführen, welches auch geflüchteten Menschen die Ankunft und das Leben in Deutschland oftmals schwer macht.
Jedoch gibt es noch immer Menschen und Gruppen in Deutschland, welche helfen wollen und den zufluchtsuchenden Menschen Unterstützung anbieten.
Doch wie ist das möglich? Was muss dabei beachtet werden? Und wo gibt es weitere Informationen?
Diesen Fragen wird im letzten Teil des Vortrages nachgegangen. Im Anschluss findet noch eine offene Runde für Fragen, Kritik und Anmerkungen statt.
Kommt vorbei und bringt Freund*innen mit.

Zur Gruppe Refugees Welcome Info: Continue reading

Erfahrungsbericht über Zustände in Griechenland und Mazedonien – 17.01. 18h Substanz, Frankenstr. 25a

http://openborder.noblogs.org/files/2016/01/flyer-17-01.jpgNo Border, No Nation – Just People
Seit dem 18. November sind auf der sog. Balkanfluchtroute die Grenzen nur noch für Flüchtende aus Syrien, Irak und Afghanistan offiziell passierbar. Diese Trennung in „anerkannte“ und „illegale“ Flüchtende macht es umso wichtiger, alle Menschen auf ihrer Flucht zu unterstützen.

Unmittelbar nach der partiellen Grenzschließung formten sich besonders an der Griechisch-Mazedonischen Grenze in Idomeni Proteste, bei denen die Grenze zeitweise gestürmt wurde, Schienen blockiert wurden und Menschen in trockenen Hungerstreik getreten sind. Polizei und Militär ist gewaltvoll unter Einsatz von Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Proteste vorgegangen. Es wurde sogar mit scharfer Munition auf Flüchtende geschossen.

Seit der brutalen Räumung des Camps bei Idomeni am 9.12. werden alle Menschen, die nicht aus Syrien, Irak oder Afghanistan kommen, mit Bussen zurück nach Athen in Abschiebelager gebracht und teilweise direkt in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Viele Menschen, die nicht den legalen Weg gehen können, versuchen zu Fuß die Grenzen zu überqueren. Besonders in Mazedonien werden Menschen immer wieder von Schleppern oder lokalen Kriminellen brutal ausgeraubt, zusammengeschlagen und mit Waffen bedroht. Außerdem müssen sie sich ständig davor in Acht nehmen, von der Polizei oder dem Militär aufgegriffen und zurück nach Griechenland gepusht bzw. in Abschiebegefängnisse in Mazedonien gebracht zu werden. Einige Menschen verschwinden spurlos.
Diese rassistische und menschenverachtende Politik verstößt gegen das Grundrecht auf Asyl und nimmt billigend in Kauf, dass Menschen auf ihrer Flucht sterben.

In der Veranstaltung werden Aktivist*innen sprechen, die vor der Räumung in Idomeni gekocht haben (NoBorderTrainKitchen) und angefangen haben ein Support-Netzwerk für illegalisiert reisende Flüchtende in Mazedonien aufzubauen. Sie werden von ihren Erfahrungen in Griechenland und Mazedonien berichten und über Möglichkeiten zum weiteren Support sprechen. Mit diesem persönlichen Erfahrungsbericht soll informiert werden und dazu aufgerufen werden, weiter und umso mehr aktiv zu werden, praktische Solidarität zu zeigen und Fluchthilfe zu leisten.

Bedenkt: Die Bilder und Erzählungen stellen teilweise gewaltvolle und schlimme Situationen/Zustände dar. Achtet auf euch und sagt, wenn es zu viel ist.

Sonntag, 17.01. um 18 Uhr Substanz, Frankenstr. 25a, Osnabrück.
Freedom of Movement For Everybody, Now! No one is illegal!
In Kooperation mit dem Café Résistance – Offener antifaschistischer Treff Osnabrück
Weitere Infos: www.openborder.noblogs.org und
www.grenzenloskoschenhannover.blogsport.de
FB-Event: https://www.facebook.com/events/1685279675082296/

Aktueller Bericht zur Situation flüchtender Menschen in Mazedonien

http://openborder.noblogs.org/files/2015/12/cropped-12309888_1189341701081261_8333541031164695734_o.jpg

Hier gibts einen Bericht von den Leuten, die gerade nach Griechenland gefahren sind, um Menschen auf der Flucht zu unterstützen.
Bericht: http://openborder.noblogs.org/post/2015/12/16/situation-von-fluechtenden-in-mazedonien-erfahrungsbericht-vom-12-12-2015/

Weitere Infos unter:
Blog: http://openborder.noblogs.org/
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Ihr könnt die Gruppe unterstützen, indem ihr die Berichte an eure Freund*innen und Bekannten weitergebt.
Solidarität kennt keine Grenzen!