Und schon wieder – 23. Abschiebung verhindert!

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Heute, am frühen Morgen des 13. 11.14, um 6:15 Uhr, trafen sich rund 100 Menschen des Bündnisses gegen Abschiebung an der Zufahrt zur Landwehrkaserne am Rande Osnabrücks, um erneut eine Abschiebung zu verhindern.

Sie solidarisierten sich mit einem Menschen, dem die Flucht aus Somalia gelungen war und der im Rahmen der sogenannten Dublin-III-Verordnung nach Italien abgeschoben werden sollte.
Der Abschiebetermin war für 7:15 angesetzt. Verfrüht tauchte der Wagen der Ausländer-behörde bereits gegen 7:00 Uhr auf. Die Beamt*innen der Behörde wurden, wie schon bei den Malen zuvor, mit friedlichem Protest in Form eines Sprechchors empfangen.
Nach kurzer Zeit stiegen sie wieder in ihr Auto und fuhren, unter dem Applaus der solidarischen Menge und ohne den von der Abschiebung Betroffenen Menschen, davon.
Marie Weiß von der antirassistischen Initiative NoLager zeigte sich erfreut über den Ausgang des Abschiebeversuchs, äußerte jedoch auch Bedenken: „Es kam uns zu Ohren, dass die Ausländerbehörde melde, die betroffene Person sei nicht an befohlenem Ort zum Zwecke der Abholung anwesend gewesen. Die ist eine Falschmeldung, die Personen sind immer pünktlich vor Ort. Diese Aussagen seitens der Ausländerbehörde ist gefährlich für die Betroffenen, da aufgrund dieser Falschmeldung ernste, juristische Konsequenzen auf sie zukommen können.“
Nach rührenden Dankesworten des betroffenen Somaliers, verabschiedeten sich die Menschen gegen 8:15 Uhr und fuhren ihrem Alltag entgegen. Somit wurde heute die 23. Abschiebung in Osnabrück verhindert!